6. August 2026

Am 4. August fand für die Teams des Sachsen!-Gemeinschaftsstandes auf der gamescom ein gemeinsames Vorbereitungs-Webinar statt. Als Referent war Games-Journalist und PR-Experte Pascal Wagner zu Gast und gab wertvolle Einblicke in erfolgreiche Pressearbeit für Indie-Studios.

Zwischen hunderten neuen Spielen, die jedes Jahr erscheinen, entscheidet längst nicht mehr nur die Qualität eines Spiels über dessen Erfolg – sondern auch, ob es überhaupt gesehen wird. Im Webinar zeigte Pascal Wagner, wie Indie-Studios ihre Sichtbarkeit gezielt steigern und Journalist*innen erfolgreich erreichen können. Hier sind fünf der wichtigsten Learnings.

1. Social Media ist nur ein Baustein

Social Media gehört heute selbstverständlich zum Marketing eines Spiels. Dennoch ersetzt es keine Pressearbeit. Beiträge verschwinden schnell im Feed und erreichen häufig nur die bestehende Community.

Presseberichte hingegen schaffen langfristige Sichtbarkeit und erreichen Menschen, die das Spiel sonst möglicherweise nie entdeckt hätten. Die größte Wirkung entsteht, wenn beide Kanäle zusammenspielen.

2. Pressearbeit beginnt vor dem Release

Viele Entwickler*innen denken erst kurz vor der Veröffentlichung an Pressearbeit. Dabei gibt es schon Monate vorher spannende Geschichten zu erzählen – von Förderungen über Meilensteine bis hin zu Demos oder neuen Teammitgliedern.

Wer früh mit Journalist*innen in Kontakt kommt, erhöht die Chance, dass das Spiel zum Release bereits bekannt ist und mehr Aufmerksamkeit erhält.

3. Jede Redaktion interessiert sich für etwas anderes

Ob Gaming-Magazin, Wirtschaftsmedium oder Lokalzeitung – jede Redaktion setzt andere Schwerpunkte.

Deshalb lohnt es sich, Pressemeldungen individuell anzupassen. Eine Geschichte über eine Förderung oder ein wachsendes Team kann für ein B2B-Medium spannend sein, während Gaming-Portale eher über Demos oder Gameplay berichten möchten.

4. Ein gutes Pressekit ist Gold wert

Sobald Interesse besteht, sollten alle wichtigen Informationen schnell verfügbar sein.

Ein professionelles Presskit mit Screenshots, Logos, Trailern, einer Spielbeschreibung und Kontaktinformationen erleichtert Journalist*innen die Arbeit erheblich und erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Berichterstattung.

5. Kurz, klar und relevant kommunizieren

Eine gute Pressemail überzeugt nicht durch möglichst viele Adjektive, sondern durch Klarheit.

Die wichtigsten Informationen gehören direkt an den Anfang. Worum geht es? Warum ist das relevant? Wo finden sich weitere Informationen und Assets? Je einfacher Journalist*innen arbeiten können, desto größer sind die Chancen auf eine Veröffentlichung

Gemeinsam Richtung gamescom

Das Webinar war Teil der gemeinsamen Vorbereitung der Ausstellenden am Sachsen-Stand auf der gamescom. Neben organisatorischen Themen stand dabei vor allem der Austausch von Wissen und Best Practices im Fokus.

Ein großes Dankeschön an Pascal Wagner für die praxisnahen Einblicke und die vielen hilfreichen Tipps. Wir freuen uns darauf, viele der Learnings auf der gamescom in die Praxis umzusetzen.